Sonntag, 24. Januar 2016

Das Outfit optimieren



Sich vorteilhafter kleiden ist manchmal gar nicht so einfach. Wenn ich alte Fotos von mir anschaue, könnte ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wie konnte ich nur   s o   rumlaufen? Ich meine damit nicht die jeweilige Mode. Denn die Mode damals fanden wir doch alle irgendwie gut, haben aber heute oft nur noch ein Kopfschütteln dafür übrig. Das, was ich meine ist, dass ich den Eindruck habe, dass ich oft zu große Kleidung trug. Die Jacken waren viel zu lang, Ärmel habe ich umgeschlagen und Hosen ebenfalls. Hatten wir keine Spiegel zu Hause? Offensichtlich habe ich das schön gefunden oder es war mir egal? Keine Ahnung, ich kann es heute wirklich nicht mehr sagen... 

Kürzlich waren wir bei den Schwiegereltern zu Besuch. Nachdem wir nach dem Mittagessen faul im Wohnzimmer auf der Couch herum lagen, kramte meine Schwiegermutter ein paar Fotoalben heraus, die wir uns ansahen. Dann wurde natürlich erst einmal herzlich gelacht. Und nicht nur einmal bekam ich von meinen Kindern zu hören: „Wie siehst du denn da aus?“ Ja, stimmt. Ich konnte es selbst kaum glauben. Die Bilder machten tatsächlich den Eindruck, als ob ich nur zu große Sachen getragen habe. Ich war zwar schon immer eine Freundin von bequemer Kleidung, aber die Sachen auf den Fotos waren eindeutig zu groß.
Heute meide ich zu große Sachen und achte größtenteils darauf, dass mir die Kleidung passt. Aber auch bei passender Kleidung gibt es eine ganze Menge von Tipps, wie man ein Outfit optimieren kann.
Hier dazu ein Beispiel:



Auf diesem Foto trage ich eine schwarze enge Hose, dazu eine graue Bluse, graue Ugg-Boots und einen petrolfarbenen Long-Cardigan. Beim Betrachten des Bildes fällt auf, dass die Proportionen des Körpers nicht stimmen. Der Oberkörper ist zu lang, der Unterkörper zu kurz. Das liegt zum einen am dem Kontrast zwischen Schuhen und Hose und zum anderen daran, dass ich die Bluse aus der Hose trage.
Früher hätte ich das Outfit vielleicht so angezogen, aber heute nicht mehr. Daher die erste Veränderung: die Schuhe.

Hier habe ich die Ugg-Boots gegen schwarze Stiefeletten mit 7cm-Absatz getauscht. Das ist nicht allzu hoch und da die Stiefeletten noch ein kleines Plateau haben, kann ich darauf auch gut laufen. Ihr steht, der Unterkörper ist schon etwas länger als vorher. Aber immer noch ist die ganze Kombination nicht optimal. Daher die nächste Veränderung: die Bluse in der Hose tragen.

Nun habe ich die Bluse vorne in die Hose eingesteckt. Auch jetzt hat sich das Bild wieder verändert und ist schon ganz annehmbar. Aber mir fehlt immer noch etwas. Und zwar möchte ich gerne die schwarze Farbe am Unterkörper noch einmal am Oberkörper aufgreifen. Ich möchte also eine sogenannte Farbklammer bilden. Daher die dritte Veränderung: ein Tuch, in dem die Farbe der Hose vorkommt.


Das ist nun das fertige Outfit. Das Tuch greift die Farbe der Hose und der Schuhe auf und indem ich es nicht um den Hals knote, sondern locker herunterhängen lasse, streckt das optisch noch einmal in die Länge. Außerdem lässt sich so auch noch ein kleines Bäuchlein verbergen ;) . 
Jetzt muss ich allerdings auch zugeben, dass dieses Outfit nicht zu meinen Favoriten gehört. Aber anhand dieser Kleidungsstücke ließ sich die Veränderung am besten darstellen. Ich hoffe zumindest, dass ich das einigermaßen hinbekommen habe :) .
Diese ganzen Tipps und Feinheiten  könnt ihr übrigens noch einmal ausführlich und viel besser erklärt bei der Modeflüsterin nachlesen, und zwar bezüglich des Outfits hier und hier und bezüglich der Farbklammern hier .
Und meinen herzlichen Dank an die liebe Modeflüsterin an dieser Stelle, dass wir bei ihr jeden Sonntag so ausführlich und unterhaltsam mit Fachwissen versorgt werden.
Und was sagt ihr zu der Veränderung?
Jetzt wünsche ich euch einen entspannten und erholsamen Sonntag!
Viele liebe Grüße
Sabine ~ Style Up Petite

Mein heutiges Outfit:
Hose – edc (gekürzt)
Bluse – H & M
Cardigan – edc
Gürtel – Street One
Schuhe Grau – Ugg Australia – Kinder
Stiefeletten – Gabor
Tuch - Hallhuber

Kommentare:

  1. Guten Morgen Sabine, super erklärt und demonstriert! Klar zu erkennen wie das Outfit immer besser wird! Schon beim ersten Bild wusste ich auf was Du rauswillst ;).
    Schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Hallo liebe Tina,

      vielen Dank! Es freut mich total, dass es gut zu erkennen ist, worauf ich hinaus wollte. :)

      L. G.
      Sabine

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  2. Ich finde es ganz normal, dass man erst im Laufe der Jahre seinen Stil gefunden bzw. entdeckt hat, was am Vorteilhaftesten aussieht. Deine Bilddarstellung ist eine tolle Idee. Da sieht man mal, weil so kleine Veränderungen gleich ausmachen.
    LG
    Ari

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    1. Danke schön, liebe Ari!
      Du hast Recht. Wenn ich nur an meine Frisuren von damals denke, wird mir ganz anders. Von ganz kurz bis ganz lang war alles dabei ;) .

      L. G.
      Sabine

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  3. Liebe Sabine,
    das ist richtig gut dargestellt. Du hast die vertikalen Proportionen genau richtig betont und gute Farbklammern gesetzt. Perfekt!
    Ich amüsiere mich auch immer wieder über meinen Stil in der Vergangenheit. Früher habe ich mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht.

    LG Sabine

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    1. Ich danke dir, liebe Sabine. Stimmt, früher habe ich wahrscheinlich auch weniger über mein Äußeres nachgedacht. Manche Bilder von früher sind wirklich zum Schießen!

      L. G.
      Sabine

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  4. Liebe Sabine,
    sehr schön erklärt und die Veränderung ist dir wirklich geglückt. Ich finde allerdings auch, die Bluse draußen zu tragen ist harmonischer.
    Übrigens musst du dir nichts denken, wie du früher auf den Fotos ausgeschaut hast, die Mode damals war für viele nicht so vorteilhaft. Ich finde, sogar die Promis sehen auf alten Bildern nicht so gut aus.
    Liebe Grüße
    Gaby
    www.stylishsalat.com

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    1. Hallo liebe Gabi,

      in der Regel stecke ich Blusen auch nur vorne in die Hose und nicht im gesamten. Das gefällt mir eigentlich besser.

      Ich wünsche dir einen schönen Tag
      L. G.
      Sabine

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  5. Wow, es sind ja nur kleine Sachen, die du verändert hast,
    aber der Unterschied ist enorm.
    Sieht am Schluss wirklich toll aus. Danke für diese tolle Veranschaulichung.

    Liebe Grüsse
    Olivia von 1001Kleid
    www.1001kleid.blogspot.com

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    1. Vielen Dank, ihr Lieben!

      Freut mich sehr, dass ihr hier kommentiert habt. So kann ich doch gleich mal unter eurer WWW schauen.

      L. G.
      Sabine

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  6. An die liebe Kommentatorin, deren Kommentar vor dem von Gaby stand und den ich versehentlich gelöscht habe:

    Ich danke dir für deinen Kommentar und kann mich nur entschuldigen, dass ich ihn gelöscht habe. Jetzt hast du dir extra die Mühe gemacht und ich hab's verbaselt :(. Ich weiß auch nicht, was ich hier immer falsch mache, aber irgendwo mache ich ständig einen Fehler, dass einzelne Kommentare gelöscht werden. Ich hoffe, ich komme langsam mal dahinter, aber bis dahin kann ich nur sagen:

    S O R R Y , es tut mir wirklich leid!

    Ganz lieben Gruß
    Sabine

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    1. Ich konnte es rekonstruieren:)))
      Hallo Sabine, Wahnsinn, was so kleine Veränderungen ausmachen können. Tolle Idee von dir, das anhand eines Beispiels hier zu zeigen. Die größte Veränderung fand meiner Meinung nach gleich am Anfang statt, nämlich durch das Austauschen der Schuhe. Ich persönlich finde allerdings, dass es harmonischer aussieht, wenn du die Bluse draußen trägst. Hab noch einen schönen Sonntag und ganz liebe Grüße Dörte

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    2. Vielen Dank, liebe Dörte!

      Ich finde auch, dass die Veränderung der Schuhe am meisten bewirkt hat. Die Hose und die Schuhe in einer Farbe zu wählen, macht schon viel aus.

      Ganz lieben Gruß
      Sabine

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  7. *wow* das ist ja mal eine krasse veränderung. super erklärt! liebe grüße, bärbel ☼

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