Sonntag, 19. Juni 2016

Mit Kleid am Weiher

Ich muss schon sagen, dass ich schwer begeistert davon bin, was man als Blogger so alles sieht und wo man so rum kommt. Ich meine jetzt nicht die große weite Welt, sondern das eigene Städtchen...


Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich nicht besonders gut bei uns im Ort auskenne. Natürlich kenne ich die verschiedenen Gegenden und auch viele Straßen, aber als Fremdenführerin könnte ich nicht starten, und das, obwohl ich hier seit 22 Jahren lebe. Auf Langeoog dagegen würde ich mir das allerdings zutrauen. Ich glaube, da kenne ich jeden Stein (Oh, wie peinlich!!!).

Vor einigen Jahren hat unsere Abteilung im Amt mal den Betriebsausflug organisieren müssen. Der Ausflug fand in meinem Wohnort statt. Wir haben dazu unter anderem eine Stadtführung  und eine Planwagenfahrt veranstaltet. Ich muss schon sagen, ich war doch sehr überrascht, wo wir überall entlang liefen und später auch mit dem Wagen hinfuhren. Da waren Ecken, die hatte ich tatsächlich noch nie gesehen. Ich habe mich gefühlt wie im Urlaub. Und selbst nach zwei Kindern, die ich ständig im Kinderwagen durch die Gegend schob, waren mir noch viele Ecken fremd.  Ich habe es immer irgendwie versäumt, mir meine Stadt einmal näher zu bringen.

Aber das ändert sich jetzt durch das Bloggen gewaltig. Ich kann euch sagen, wir haben schon Stellen hier entdeckt, da waren wir ganz begeistert und auch etwas schockiert, dass uns die vorher noch nie aufgefallen sind. Bei der Suche nach einer geeigneten Location für die Fotos werden jetzt auch mal Wege eingeschlagen und Straßen durchquert, an denen man sonst vorbeigefahren wäre.

Für die heutigen Fotos wollten wir eigentlich zum Kirchplatz. Da haben wir schon öfter Bilder gemacht und die Kulisse mit den Fachwerkhäuschen ist total schön. Aber dann kamen wir auf die Idee, doch mal gegenüber in einen Weg abzubiegen. Und was entdecken wir da? Diesen schönen kleinen Weiher. Total idyllisch gelegen, mit Schilf am Rand und Seerosen drauf. Und am Ende haben wir noch einen Fischreiher entdeckt, eher zufällig. Das war's dann mit dem Kirchplatz. Gleich an Ort und Stelle wurden die Fotos geschossen. Letzte Woche hat Fran auf ihrem Blog Fran-tastic! übrgigens die Frage gestellt, wie wichtig die Location für die Blog-Fotos ist. Da sind einige interessante Meinungen zusammen gekommen. Ich habe mittlerweile lieber Fotos draußen, obwohl sich das mitunter ziemlich schwierig gestaltet. So wie heute. Eigentlich wollten wir Bilder machen, aber es schüttet und schüttet und schüttet. Und wenn das so weiter geht, habe ich nächste Woche ein Problem ;) ...

Mein Outfit passt heute auch nicht so ganz zu dem Wetter, zumindest nicht hier bei uns. Bei momentanen 18 Grad und Regen würde ich das auch so nicht anziehen, sondern wenn schon ein Kleid, dann mit Strumpfhose, geschlossenen Pumps und Strickjacke. Aber als wir diese Fotos machten war es schon morgens so schön warm und es konnte ja keiner damit rechnen, dass kurze Zeit später hier der Winter zurückkehrt.

Was macht ihr bei solchem Wetter? Werden dann trotzdem die Sommersachen angezogen und im Zwiebellook kombiniert oder kramt ihr euren Fleecepullover und die dicken Socken hervor?

Egal wie das Wetter auch sein mag, ich wünsche euch in jedem Fall einen tollen und entspannten Sonntag. 

Viele liebe Grüße
Sabine  
 






Mein heutiges Outfit:
Kleid - s.Oliver (gekürzt)
Schuhe - Tamaris
Tasche Betty Barclay

Kommentare:

  1. Das ist ja ein schöner Platz liebe Sabine und ein hübsches Kleid. Und da ist sie wieder - Deine rote Tasche. Es ist schon ein bisschen verrückt mit dem Wetter. Wenn es draußen kalt ist, werden die Sommersachen entsprechend kombiniert. Jacke drüber oder Pulli drunter, je nachdem.

    Die Location für Fotos finde ich schon wichtig. Zumindest sollte der Hintergrund nicht hässlich sein oder störende Elemente enthalten. Gar nicht immer so leicht. Vor allem, wenn man Selfies macht.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Vielen lieben Dank!

      Heute ging es schon wieder, aber sobald man im Schatten war, war Schnattern angesagt. Also, Jacke an...Jacke aus usw. Aber nächste Woche soll es ja besser werden. Hoffentlich stimmt das auch!

      Einen schönen Abend wünsche ich dir.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  2. Für Outfit-Bilder sieht man seine Umgebung mit ganz neuen Augen :-) OK, das Dorf ist so klein, da kannte ich auch vor dem Bloggen fast jede Ecke. Aber beim Herumstromern mit dem Hund an der Elbe finde ich zur Zeit auch immer neue Plätze. Und in der eigenen Umgebung hat man halt seine festgelegten Wege und nimmt sich oft gar keine Zeit, die Umgebung mal mit fremden Augen zu sehen und in eine unbekannte Straße abzubiegen. Ich kenne beispielsweise Barcelona vermutlich besser als Hamburg, obwohl ich in Hamburg viele Jahre lang gearbeitet habe.
    Das Kleid finde ich übrigens sehr schön und auch wenn das Wetter gerade mies ist - hier schüttet es auch ständig - bitte keine Fleecepullis, sondern einfach eine Jacke rüber :-) Wäre doch schade um das Kleid!
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Ich kann mir vorstellen, dass du die Umgebung jetzt als Bloggerin ganz anders wahrnimmst, wenn du mit dem Hund unterwegs bist. Wahrscheinlich checkst du schon mal ab, wo man noch überall Fotos machen könnte, oder ;)

      Viele liebe Grüße
      Sabine

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    2. Hier regnet es zwar Bindfäden, aber der Fleecepullover bleibt definitiv im Schrank, habe ich beschlossen. Sitze statt dessen mit Wolldecke auf dem Sofa und vielleicht mache ich gleich den Kamin an. Mal sehen ... ;)

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  3. Liebe Sabine, schönes Kleid und Du hast die rote Tasche. Das freut mich imner, ich kann mich gut an die Lovestory rote Tasche erinnern :)
    Mir geht es ähnlich was die Locations in der eigenen Stadt oder Umgebung betrifft, Unglaublich manchmal, was man immer noch entdecken kann :)
    liebe Grüße Tina

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    1. Jaaaa! Und ich freue mich immer noch über das gute Stück. Es passt nur so ziemlich wenig bis gar nichts rein. Aber was soll's... sie ist trotzdem "meine Betty".

      Liebe Grüße
      Sabine

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  4. Tolles Kleid, ein richtiger Hingucker ist die rote Tasche, toll siehst du aus!
    Liebe Grüße
    Alnis

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    1. Vielen Dank, liebe Alnis!

      Ich wünsche dir einen schönen Abend.
      Liebe Grüße
      Sabine

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  5. Sehr hübsch, liebe Sabine, sowohl die Teichbilder als auch dieses entzückende Kleid. Und rot gibt dem ganzen nochmals extra Pfeffer.
    Ich versuche manchmal ganz bewusst, meine Umgebung wie eine Fremde zu sehen, ich bin dann immer wieder erstaunt, was man plötzlich alles an Details wahrnimmt. Genauso wie es auch superinteressant war, einmal an einer Stadtführung von meinem Heimatort teilzunehmen, man glaubt es gar nicht. Wenn ich mal zufällig so einen netten Teich entdecken würde, wäre ich garantiert auch begeistert!

    Viele liebe Grüße!

    Hasi

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    1. Ich habe dich wohl irgendwie übersehen, liebe Hasi. Daher kommt erst jetzt eine Antwort auf deinen Kommentar. Tut mir leid!

      Diesen kleinen Teich gibt es schon länger an dieser Stelle. Er war wohl bislang immer zu hoch zugewachsen, dass man nicht so Einblick darauf hatte. Oder auch vielleicht einfach nicht aufmerksam geschaut ;) .
      Aber das ändert sich ja jetzt, wo wir immer auf der Suche nach einem vernünftigen Hintergrund sind.

      Lieben Gruß
      Sabine

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  6. Haha, herrlich, das kenne ich auch. Die eigene Stadt ist eben die eigene Stadt. Man lebt drin und weiß, wie man wohin kommt, aber einem Touristen die Historie und besondere Sehenswürdigkeiten zu erklären, ginge bei mir auch NULL. Ein einziges Mal hatte ich 2 Ausländerinnen zu Besuch, marschierte mit diesen durch die Stadt und konnte zu NICHTS etwas sagen - außer natürlich, wie die einzelnen Kirchen oder Gebäude heißen ("Das ist das Rathaus"). Dabei hat Lüneburg sogar eine lange und interessante Geschichte - nur kann ich die nicht wiedergeben. Peinlich. Ja, finde ich auch. ;)

    Im Gegensatz zu Dir war ich aber wohl doch schon in den meisten Ecken, denn der Mann und ich gehen ja gern Spazieren und ungern den gleichen Weg zweimal. Okay, das bleibt natürlich nicht aus, aber so wäre mir z. B. so ein Weiher gegenüber von irgendwas Bekanntem sicher nicht entgangen. Ich hätte nur nicht gewusst, wie er heißt - oder die Straße daneben - oder auch der Reiher. ;) :)

    LG
    Gunda

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    1. Meine Nachbarin war einmal mit dem Kegelverein in Lüneburg und sie war total begeistert von eurer Stadt. Danach hat sie total lange davon geschwärmt. Aber wie du schon sagst, wenn man selbst drin wohnt, nimmt man es wohl auch anders war.

      Zur Historie könnte ich hier auch nichts sagen. Demnächst bekomme ich Besuch von meinem Internet-Bekannten. Dem würde ich dann auch die Stadt zeigen wollen. Aber ich glaube, wenn ich mich nicht blamieren will, sollte ich vorher mal ein wenig googeln. ;)

      Liebe Grüße
      Sabine

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  7. Liebe Sabine, ein sehr schönes Sommeroutfit, da würde ich gern mit dir an den Weiher und in den Biergarten gehen. Das Phänomen, dass man von seinem eigenen Wohnort am wenigstens weiß kenne ich auch. Versuche ich aber auch Abhilfe zu schaffen und meine Familie unterstützt mit tatkräftig dabei.
    Liebe Grüße Ela

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