Sonntag, 11. September 2016

Kunstobjekt


Kunst? Auf meinem Blog? Soll ich wirklich darüber schreiben, obwohl ich überhaupt keine Ahnung davon habe? Normalerweise mache ich das nicht, aber das hier ist Kunst der anderen Art und ich werde direkt angesprochen und daher muss das jetzt mal raus...

Der/die eine oder andere wird es schon wissen: Ich esse kein Fleisch. Im Februar 2011 saß ich beim Frisör und las einen Artikel im Stern. Es ging um Vegetarier und Veganer. Der Bericht war super geschrieben und viele Leute kamen zu Wort und taten ihre Meinung und Intention kund, warum sie kein Fleisch und/oder keinen Fisch essen oder eben ganz auf tierische Produkte verzichten. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht. Fleichkonsum und Tierhaltung habe ich schon immer skeptisch gegenüber gestanden und viele Jahre zuvor wollte ich schon auf Fleisch verzichten. Hatte es bis dato aber nicht getan. Aber als ich nach dem Frisörbesuch und dem Lesen des Artikels nach Hause kam, stand für mich fest, dass ich ab sofort kein Fleisch mehr essen möchte.

Mein Umfeld hat das dann auch so hingenommen, aber das war und ist nicht immer einfach. Immer, wenn ich sage, dass ich kein Fleisch esse, meinen alle anderen Personen begründen zu müssen, warum sie es tun. Außerdem kommen dann oft Monologe, dass Fleisch ja so gesund sei und ich doch einen Mangel erleiden würde usw.  
Ich muss wirklich sagen, dass mich das ganz schön nervt. Es ist mir eigentlich ziemlich egal, wer was isst. Ich möchte nicht die Essgewohnheiten anderer Leute kritisieren, aber meine auch nicht kritisiert wissen.

Besonders schwierig ist es als Nicht-Fleischesser, wenn man zum Grillen eingeladen wird. Kaum erwähnt man nebenbei, dass man kein Fleisch isst, bringt man den Gastgeber in arge Schwierigkeiten. "Wovon soll sie denn bloß satt werden?", denken sich wahrscheinlich die Meisten. Na, ganz einfach: Von den Beilagen! Salat, Brot und Dipp reichen völlig aus und wer es allzu gut mit mir meint, der macht mir vielleicht einen Gemüsespieß. Aber bitte nur, wenn's keine Umstände macht. Ich möchte mit meinem Fleischverzicht ja etwas Gutes erreichen und niemanden terrorisieren. ;)

Weil aber manche nicht verstehen können, dass mir das Grillen auch trotzdem gefällt, auch wenn nichts für mich auf dem Grill liegt, oder sie vielleicht Angst haben, sie hätten sich nicht ausreichend um mein Wohlergehen gekümmert, wird dann ein Fleisch- oder Würstchenersatz besorgt. Und jetzt komme ich mal zu dem, was ich hier eigentlich loswerden möchte:

Kleine Quizfrage:  Was ist das?

Wasser, Rapsöl (12 %), Sojaproteininsolat (10 %), Stärke, Verdickungsmittel: Methylcellulose, Carrageen, Konjak, Cellulosegummi, Johannisbrotkernmehl; Stabilisator: Mikrokristalline Cellulose; jodiertes Kochsalz (Kochsalz, Kaliumjodat), Gewürze, Würze (aus Mais), Dextrose, Maltodextrin, Glukosesirup, Aromen.

Ich hoffe mal, ich habe das richtig abgeschrieben. ;)

Also, was ist das nun? Sieht aus wie Wurst, schmeckt wie Wurst, ist es aber nicht. Ja, richtig: ein Haufen Chemie und undefinierbarer Sachen in die Form eines Würstchens gepresst. Ein schön anzusehendes Kunstobjekt, welches sich auch noch verzehren lässt. Aber nur, sofern man nicht vorher die Verpackung umgedreht hat und einem beim Durchlesen der Zutaten schon schlecht wurde.

Ich möchte hier nicht kritisieren, dass es Leute gibt, die so etwas kaufen und denen es schmeckt. Jeder bitte nach seinem Geschmack und Dafürhalten. Für mich ist das allerdings nichts, ich finde es furchtbar. Es hat ja schon einen Grund, warum ich kein Fleisch esse. Da möchte meinen Körper natürlich nicht alternativ mit Derartigem belasten. Für mich ist so ein Fake-Würstchen ein absolutes Kunstprodukt und Kunst gehört an die Wand oder in die Vitrine, aber nicht in den Magen. Und dann steht auf der Verpackung auch noch groß "Veggie". Fast jeder assoziiert doch mit "Veggie" Gesundes. Soll das etwa gesund sein? Ein Haufen Zusatzstoffe, die dazu dienen, Wasser, Rapsöl und Sojaprotein schnittfest zu machen?

Sorry, aber da wird mir ziemlich schlecht. Das kriege ich beim besten Willen nicht runter. Und ihr, was haltet ihr davon? Würdet ihr solche Produkte kaufen und essen?

Und das soll's auch jetzt gewesen sein mit der Kunst. Mein Outfit ist ganz und gar nicht kunstvoll, sondern ziemlich real und bodenständig. Zum Auslaufen des Sommers zeige ich euch noch einmal einen meine Jeansshorts. Die habe ich im Sommer ziemlich vernachlässigt und daher hole ich sie jetzt noch einmal hervor. Und damit das Ganze nicht so langweilig wird, habe ich versucht, mich kunstvoll in Szene zu setzen. Die Aufnahmen sind in unserem Skater-Park entstanden und ich muss gestehen, dass ich jedes Mal begeistert bin, was die Jugend da so an die Wände bringt.

Das letzte Foto ist allerdings zu Hause entstanden. Und auf diese Kunst werde ich auf jeden Fall verzichten ;) .

Liebe Grüße und einen wunderschönen Sonntag
Sabine 





Mein heutiges Outfit:
Shirt - s.Oliver
Hose und Gürtel - edc
Schuhe - Gabor
Tasche - Tom Tailor
 
Wa(h)re Kunst?

Kommentare:

  1. Ich lebe nahezu fleischlos und das fast mein gesamtes Leben. Ich bin so erwachsen geworden, es hat mich nicht beeinträchtigt (meine Eltern sind auch klein, mehr Körpergröße hätte ich auch mit Fleisch nicht erreicht 😉) und ich brauche keine nach Wurst oder Fleisch aussehenden Lebensmittel. Denn so etwas fehlt mir nicht und mein Verzicht auf Fleisch hat auch etwas damit zu tun, dass ich es unappetitlich finde. Da brauche ich dann ganz sicher nichts, was so aussieht.
    Für die Umgebung ist das nicht immer einfach, wobei meine Tochter es als Veganer noch viel schwerer hat. Da wird sie manchmal sogar attackiert , das dies wohl keine gesunde Lebensform sei. Aber sie hat sich ein dickes Fell zugelegt.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ja den Spruch kenne ich: "Ist ja kein Wunder, dass du so klein bist. Iss mal vernünftig!" Früher hat mich das geärgert, heute schüttele ich über so viel Dummheit den Kopf.

      Mein Neffe ist auch Veganer, daher weiß ich, dass es für diese Sparte noch viel schlimmer ist und sie tatsächlich auch mal attackiert werden. Gut, dass deine Tochter damit umgehen kann. Das kann nämlich auch ganz schön mürbe machen.

      Lieben Gruß
      Sabine

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  2. Was für ein genialer Post! Danke! Meine Töchter würden vermutlich sofort bei Dir einziehen, wenn sie könnten - ich bin ja immer noch ein "gelegentlicher Fleisch-Esser". Die beiden haben mit genau den gleichen Dingen zu kämpfen wie du. Beginnend bei den Monologen bis zu den Chemiecocktails. Die finde ich auch sehr merkwürdig. Warum sollte jemand, der sich bewusst dazu entschieden hat, kein Fleisch zu essen, ein Kunstprodukt essen, das aussieht wie Fleisch und schmeckt wie Fleisch? Wo ist da der Sinn?
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Genau das Frage ich mich auch immer. Der Sinn erschließt sich mir ebenfalls nicht. Jemand, der ganz bewusst kein Fleisch ist, warum sollte derjenige einen Ersatzgeschmack im Mund haben wollen? Das leuchtet mir überhaupt nicht ein. Dann würde ich lieber gelegentlich ein wirklich sehr gutes Stück Fleisch von einem regionalen Bauern oder Biohof kaufen und das genießen. Sich für eine vegetarische Ernährung zu entscheiden, hat ja auch oft einen Gesundheitsaspekt. Das Essen soll so natürlich wie möglich sein. Dem widerspricht der Konsum solcher Ersatzprodukte aber gewaltig.

      Ach, und deine Töchter sind mir natürlich herzlich willkommen. Dafür schicke ich dir dann meinen Sohn, für den käme ein Fleischverzicht allerdings niemals in Frage ;).

      Liebe Grüße
      Sabine

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    2. Witzig, die Frage nach dem Sinn wurde mir neulich auch gestellt. Und meine Antwort: Der Sinn ist der, dass dafür kein Tier dran glauben musste. ;) Ob das Zeug gesund ist, möchte ich jetzt nicht kommentieren.

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  3. Hallo Sabine, seit ich selbst über mein Essen bestimmen kann esse ich fast fleischlos. Heute gibt es dafür sogar einen Namen, nämlich Flexitarier. Ich habe als Kind gefragt woher das Fleisch kommt und damit war mir der Appetit vergangen, aber als Kind musste ich Fleisch essen. Es ging meinen Eltern um die gesunde Ernährung und es war ein Drama. Ich esse fast ausschliesslich fleischlos und ich stauen über den Hype der mit Vegetariern und Veganern betrieben wird. Ich beschäftige mich auch mit meiner Ernährung und versuche mich gesund zu ernähren. Die Produkte die von der Lebensmittelindustrie für Vegetrarier und Veganer mittlerweile produziert werden finde ich zum Teil schlimm, wenn man sich mit der Zusammensetzung beschäftigt. Die Lebensmittelindustrie ist auf den Zug aufgesprungen und verdienst damit ihr Geld, also Kommerz im für mich schlechten Sinne. Ich esse was mir schmeckt und versuche mein Essen zu geniessen. Sehr oft Bio und selbst gekocht, aber auch nicht verbissen und es muss auch mal eine Sünde
    möglich sein. Ich bin fast fleichlos schon lange glücklich habe keine Defizite und der Arzt ist auch mit meinem Blutbild zufrieden. Viele liebe Grüsse Beate S.

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    1. Da sagst du etwas Wahres, liebe Beate. Es wird ein regelrechter Hype veranstaltet. Bei uns im Supermarkt gibt es sogar eine ganzen Bereich im Kühlregal, nur mit solchen Produkten. Das scheint ein riesiges Geschäft zu sein.

      Im Bio-Fachmarkt in der Nachbarstadt gibt es auch solche Produkte. Allerdings nicht in solcher Zusammensetzung, sondern Würsten aus Saitan, Tofu o. ä. Da ist die Zutatenlise überschaubar und man versteht auch ohne Chemie-Studium, was da drin ist. Wenn überhaupt, wäre das eine Alternative, die ich eventuell kaufen würde.

      Deinen entspannten Umgang mit der Ernährung finde ich super!

      Lieben Gruß
      Sabine

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  4. Ein toller Post, liebe Sabine und ich bin gespannt auf die weiteren Kommentare. Ich bin seit einigen Jahren Vegetarierin und hab vor kurzem beim checkup bei meinem Hausarzt excellente Blutwerte bestätigt bekommen. Damit kann man alle Zweifler,ob das denn nun gesund sei zum verstummen bringen.
    Das andere, ich gestehen, ich esse ab und zu diese Ersatzprodukte. Warum? Manchmal soll es schnell gehen und bequem sein und nein, das Aussehen stört mich nicht. Bei den Inhaltsstoffen: es gibt Unterschiede und manche Firmen bekommen es mit weniger Chemie hin. Aber generell bin ich bei dir:je natürlicher je besser. Ich esse kein Fleisch mehr wegen der Tierquäletei, der Gammelfleischskandale und Co. und ich kann Menschen, die vegan leben gut verstehen.
    Ganz soweit bin ich noch nicht. Ich liebe Käse und leider auch meine Lederjacke und Schuhe.
    Obwohl sich da auch in der Mode viel tut. Ein bisschen inkonsequent, ich weiß. ;-)

    Schönen Sonntag liebe Sabine,
    Claudia

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    1. Das Gerede mit der Inkonsequenz kenne ich auch. Und ja, ich trage genauso wie du meine Lederschuhe und auch meine Lederjacke und habe kein schlechtes Gewissen dabei. Man kann nicht auf allen Fronten kämpfen und mein Beitrag ist eben der Fleischverzicht. Wenn jeder zu irgend etwas einen kleinen Beirag leisten würde, wäre die Welt vielleicht etwas freundlicher. :)

      Ob ich vegan leben könnte, weiß ich auch nicht. So ein schönes Käsebrett mit vielen verschiedenen Sorten und einem Glas Wein dazu und etwas Brot mit Butter .... hm....zu lecker!

      Liebe Grüße
      Sabine

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    2. Ganz genau, liebe Sabine.Lieber ein kleiner Beitrag als gar nichts. Und den Käseteller, Wein und Brot teilen wir uns ! 😉😉😉

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  5. Hallo Sabine, tolle Fotos. Da ist auch Kunst sn den Wänden. Klasse!
    Hm ich esse fast kein Fleisch. Ich ekle mich oft davor. Ganz selten esse ich ganz bewußt mal ein Stück, z.b. bei der Weihnachtsfeier im guten Restaurant.Eigentlich könnte ich super ohne Fleisch leben. Grillen kann ich auch ohne Fleisch zu essen, ich esse sooo gern Salat :)
    Wünsche einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Auf jeden Fall ist das Kunst, liebe Tina. Die Jungs und Mädels haben echt was drauf und ständig sind neue Bilder an den Wänden. Ich finde das großartig!

      Essen soll uns ja nicht nur ernähren, sondern auch Genuss sein. Und ein leckeres und zartes Stück Fleisch ist Genuss pur. Das weiß ich auch noch und werde es wahrscheinlich auch nicht vergessen. Und wenn man möchte, sollte man sich das auch gönnen.

      Salat mag ich auch total. Am liebsten von jemand anderem zubereitet, denn ich schnibbele überhaupt nicht gerne ;).

      Liebe Grüße
      Sabine

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  6. Manche Menschen meinen immer, sie müssten mich einem philosophisch-krimilastischem Verhör unterziehen, wenn ich so nebenher sage, ich esse kein Fleisch ("Aber Lederschuhe trägst Du doch auch!? Und ich habe gesehen, dass Du ein Gummibärchen gegessen hast. Da ist auch Tier drin!!"). Dann kommen noch die üblichen Kommentare, dass diese Tiere ja extra für den Verzehr gezüchtet werden, es also ihre gefälligst ihre gottgegebene Bestimmung ist, verspeist zu werden. Am Schluss noch der ewige 08/15-Witz " Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg! Haha!" Diese Leute wirken auf mich immer fast so, als fühlten sie sich persönlich angegriffen, weil ich fleischlos glücklich bin.

    Fakt ist, ich persönlich mag Fleisch einfach nicht, ich bin bin mit vielen Tieren um mich rum groß geworden, weiß einfach, dass Kühe, Katzen oder Hühner eigene Charaktere und Seelen haben, mir fehlt Fleisch nicht, ich finde insbesondere rohes Fleisch eklig, also, warum soll ich es essen. Wenn in einer Gastwirtschaft in meinem Sauerkraut aber 0,005 Gramm Schinken vom glücklichen Schwein drinnen ist, sehe ich auch keinen Untergang des Abendlandes. Das Gummibärchen war geschenkt, wenn ich es wegwerfe, ist dem Tier auch nicht mehr geholfen. Und Leder ist nun mal um ein Vielfaches haltbarer als Kunstmaterial oder Stoff, außerdem fällt es auch an, wenn ein Tier an Altersschwäche stirbt. Letztendlich muss da jetzt auch keiner eine philosophische Abhandlung daraus machen, immerhin lasse ich jeden Fleischfan ja auch in Frieden sein Schnitzel futtern.

    Diese Kunstwürstchen scheinen wirklich nur aus verdickten Wasser mit Würze zu bestehen. Habe ich noch nie gegessen, werde ich wohl auch nie. Aber ich glaube auch, dass es bei den Ersatzprdukten solche und solche gibt.

    Boah, was für ein langer Kommentar heute...! An den anderen Kommentaren sehe ich aber, dass es zu dem Thema viel zu sagen gibt. Es freut jedenfalls wirklich, dass sich dieser Trend zum bewussten Leben so verbreitet hat. Vor fünfzehn Jahren waren wir Vegetarier doch noch ziemlich überschaubar.

    So, und Du hast jetzt genau die richtige Kleidung für heute an! Ich schwinge mich nun auch raus in die Sonne!

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch!

    Hasi






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    1. Ja, du hast recht. Bei den Ersatzproduken gibt es natürlich große Unterschiede (s. Antwort Beate). Ich denke mal, dass es auch darauf ankommt, wo man das Produkt kauft. Der Bioladen wird sich sicher anderen Normen unterwerfen, als der Supermarkt. Aber auch im Bioladen bin ich manchmal sehr überrascht, was sich da so alles auf der Zutatenliste befindet.

      Das Argument mit den Zuchttieren ist mir nicht fremd und es stimmt ja im Grunde auch. Das Tier wurde einzig zu diesem Zweck gezüchtet und lebt nur, damit es geschlachtet und verarbeitet werden kann. Okay, das ist so und anders würde man die Masse an Menschen vielleicht auch nicht ernährt bekommen. Aber ich bin der Meinung, dass das Tier trotzdem ein würdiges Leben verdient hat. Mir ist schon klar, dass z. B. nicht jeder Schweinebauer auf Bio umstellen und seine Tiere über den Hof flitzen lassen kann. Doch wenn ich Berichte sehe, in denen Schweine in so engen Boxen hausen, dass sie sich nicht einmal umdrehen können, dann vergeht mir so ziemlich alles.

      Lieben Gruß
      Sabine

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    2. Bei dem letzten Absatz bin ich ganz Deiner Meinung, liebe Sabine. Ich hatte tatsächlich noch nie etwas dagegen, wenn ein artgerecht gehaltenes Tier auch geschlachtet wird. Es stört mich aber schon sehr, wenn Tieren rein aus Profitgier teilweise übelst zugesetzt wird. Ein Stück Fleisch war früher immer auch etwas Besonderes und es verliert durch lieblose Massenproduktion ja leider auch in vielerlei Hinsicht sehr an Qualität...
      (Ich habe aber übrigens mal gelesen, dass diese engen Boxen nur für Muttersäue verwenden werden, damit die Ferkel nicht versehentlich zerdrückt werden. Okay, das ist schon nachvollziehbar...)

      Tztztz. Jetzt habe ich gerade noch beim flüchtigem Blick auf meinen obigen Text bemerkt, dass ich mich verschrieben habe: "kriminalistisch" heißt es natürlich - wo bleibt die Autokorrektur, wenn man sie braucht? *lach*

      Nochmals liebe Grüße
      Hasi

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  7. Ich gucke mir auf jeden Fall lieber die Kunst an der Wand und deine schönen Outfits an, als immer Inhaltsstoffe zu gucken. Manchmal würde ich mir wünschen, hier würde generell schon vorher mehr drauf geachtet, dass alles ein wenig natürlicher zugeht.
    Liebe Grüsse Ela

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    1. Da stimme ich dir auf jeden Fall zu, liebe Ela. Es ist schon traurig, dass man überhaupt auf die Inhaltsstoffe schauen muss.

      Lieben Gruß
      Sabine

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  8. Klasse Graffiti und ein cooles Outfit, das gut dazu passt!
    Was Du schreibst, hab ich so auch erlebt, als ich kein Fleisch aß. Ganz schlimm waren die Kommentare und die Blicke als ich mich eine Zeitlang vegan ernährt habe. Dabei schaue ich auch niemand auf den Teller und kritisiere nicht, was jemand ißt. Das ist Privatsache. Warum von mir ständig erwartet wurde, dass ich meine Essgewohnheiten erkläre, verstehe ich nicht. Auch was die "Kunstobjekte" angeht, stimme ich Dir zu. Wenn ich vegetarisch oder vegan esse, brauche ich keine "Wurst" egal aus was die ist. Ich hab überhaupt keine Fertigprodukte gegessen. Die Natur bietet alles, was man braucht. Man muß nur selber kochen.
    Schwierig und wenig abwechslungsreich war (und ist) das Essen gehen. Es gibt leider immer noch wenig Lokale, die gute, einfallsreiche vegetarische Küche bieten. Zum Grillen hab ich einen Grillkäse mitgenommen, um etwaige Bedenken der Hausfrau, dass ich Hungern müßte, zu zerstreuen.
    Inzwischen ess ich wieder Fleisch, aber nicht viel und nicht jedes. Keins aus Massentierhaltung. Weshalb ich im Restaurant noch immer lieber die vegetarischen Gerichte bevorzuge.
    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Hallo liebe Sabine,

      das Essen gehen ist wirklich problematisch, wenn man nicht gerade zum Italiener geht und dort Pizza oder Pasta essen kann. Bei den deutschen Restaurants gibt es für die Vegetarier nicht oft gute Alternativen und zum Griechen kann man als Veggie überhaut nicht gehen. Zumindest nicht zu unserem hier im Ort. Eigentlich sehr schade, denn ich denke mal, die Gruppe derer, die sich fleischlos ernähren möchte, ist nicht so klein, als dass es sich nicht lohnen würde, auch an die zu denken.

      Lieben Gruß
      Sabine

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  9. Ein guter Post liebe Sabine.
    Noch ernähre ich mich nicht vegetarisch. Noch! Denn ich arbeite daran. So ganz gelingt es mir nich nicht. Ab und zu verlangt mein Körper noch nach Fleisch. Doch ich sehe es wie Sabine. Ernährung ist Privatsache. Kann und soll jeder so halten, wie er es mag.
    Für, dass dein Outfit nicht privat ist und wir uns an deiner schönen Kombination erfreuen können.
    Liebe Grüße Cla

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    1. Diese Lust nach Fleisch habe ich als Veggie immer noch. Auch nach fünf Jahren. Rieche ich z. B. eine Grillwurst, dann könnte ich so reinbeißen. Aber die Hemmschwelle wird nach all den Jahren immer größer und daher mache ich das nicht.

      Es freut mich sehr, dass dir das Outfit gefällt.

      Lieben Gruß
      Sabine

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  10. Toller Post, danke dafür! Das Thema hatten wir ja bei mir im Blog auch schon mal besprochen und in meiner streng veganen Phase bin ich auch immer mal wieder an die Decke gegangen, weil ich mit Fragen konfrontiert wurde, bei denen ich auch dachte, geht's noch? Soll doch jeder das essen, was er mag.

    Musste über das Kunstprodukt grinsen, denn es stimmt schon: gesund ist das sicher nicht. Aber ehrlich? Es schmeckt - aber nur das von zwei Marken, der Rest ist widerlich, da lehne ich dankend ab (ebenso wie bei Seitan und anderen Ersatzprodukten). Bin mittlerweile wieder milch- u. fleischloser Flexitarier und verspüre so gut wie nie Lust auf Fleisch, hin und wieder packt mich aber sehr heftig der Wurst/Würstchenjieper und da greife ich genau zu zwei Sorten dieser Kunstprodukte (die absurderweise von einem Wurstfabrikanten stammen), die täuschend echt schmecken. So echt, dass der Mann, der kein Vegetarier ist, die "Würstchen" kaum von echten unterscheiden kann. Ich könnte natürlich auch "echtes Fleisch/echte Würstchen" essen, aber das mag ich nicht mehr so richtig und das Zeug schmeckt halt und erfüllt seinen Zweck: ich bekomm die Würstchen aus dem Kopf und es muss kein Tier dran glauben. Und während andere rauchen oder anderweitig zu ungesundem Zeug greifen, landet bei mir halt hin und wieder mal sowas im Einkaufswagen. ;)

    Lieben Gruß
    Anna

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  11. Nachtrag: Jetzt hast du mit mit dem Post SO zum Nachdenken gebracht, dass ich unbedingt schauen musste, was in meinen Fake-Würstchen steckt. ;D Also: Trinkwasser, Rapsöl, Hühnereiklar, Xanthan, Johannisbrotkernmehl, semiraffiniertes Carrageen, Konjak, Speisesalz, Dextrose, Würze, Natriumacetat, Karotten, Eisenoxid, Buchenholzrauch. Das ist sicher nicht so toll wie Bio-Obst, aber wenn ich ehrlich bin... *hüstel* habe ich durchaus schon ungesünderes Zeug gegessen. Aber ich sollte wirklich mal wieder mehr auf die Inhaltsstoffe achten, ich lasse es da gerade arg schleifen. :(

    Schönen Abend für dich! ;)

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    1. Du hast sicherlich recht, dass einen der gelegentliche Verzehr solcher Fake-Produkte nicht gleich aus den Socken hauen wird und dass sie auf jeden Fall auch den Heisshunger auf Fleisch/Wurst reduzieren können. Trotzdem bin ich gegen derart zusammengesetzte Produkte. Dem Kunden wird vorgegaukelt, etwas zu essen, was gar nicht da ist. Ein Produkt aus undefinierbaren Zutaten, das mit Hilfe von vielen Aromastoffen einem anderen ähnlich gemacht wurde. Okay, der Verbraucher sollte sich natürlich selbst informieren. Und wenn jeder die Verpackung umdreht, kann er ja lesen, was drin ist. Wen dann die Zutatenliste nicht stört und wer das mit ruhigem Gewissen noch essen kann und es ihm auch noch schmeckt, umso besser für denjenigen. Es gibt sicherlich eine ganze Menge Leute, die damit überhaupt gar kein Problem haben. Denn wenn es nicht so wäre, würde nicht so viele Produkte davon angeboten.

      Ich trinke übrigens auch Cola und muss mir regelmäßig anhören, wie ungesund die ist und wieviel Zucker darin steckt ;) . Das ignoriere ich jedoch beharrlich und trinke sie immer wieder.

      Lieben Gruß
      Sabine

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    2. *gnihihi* Okay, dann sind wir beide Kunstliebhaberinnen. Mir die Fake-Wurst und dir die Cola. ;)

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    3. Ich bin auch für mehr Toleranz, auch gegenüber Fake Würstchen, die sich das vegetarisch bedenkliche Hühnereinklar ja sicher nicht ausgesucht haben.

      Wegen mir kann jeder essen, was er mag, wenn er seiner menschlichen Umwelt nicht seine Variante als das Non-Plus-Ultra auftischt. Ich stehe zum Beispiel auf Slow-Food und clean Eating. Deshalb kaufe ich auch keine Salatcreme aus dem Supermarkt oder Nahrungsergänzungspillen mit Inhaltsstoffen unklarer Herkunft. Leben und leben lassen, das ist meine Devise! LG Bärbel ☼

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    4. Eben, diese Belehrung nervt, und zwar beide Seiten. Wir Vegetrarier möchten keinen Vortrag darüber haben, dass wir unter angeblichen Mangelerscheinungen leiden und die Fleischesser möchten von uns keinen Vortrag über Tierhaltung hören.

      Deine Devise gefällt mir sehr, liebe Bärbel. Ich würde mir wünschen, dass das mehrere Leute so sehen.

      Lieben Gruß
      Sabine

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  12. Ja bitte mehr Toleranz. Es muss jeder selbst wissen, was er isst und was nicht. Beim Anblick dieser "Wurst" wird mir dann doch etwas anders, obwohl ich gestehen muss, dass ich gern Fleisch esse.

    Du siehst wieder unspektakulär toll aus in der Shorts. Coole Wandmalerei.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ich kann dir versichern, liebe Sabine, dass mir beim Essen (nur ein paar Bissen) auch ziemlich anders wurde. Ich hätte nämlich vorher die Zustatenliste gelesen.
      Und meinem Mann ging es genau so. Dem habe ich allerdings erst hinterher erzählt, was drin ist ;) .

      Liebe Grüße und danke für das Kompliment
      Sabine

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  13. Ein super Beitrag liebe Sabine. Vegetarisch leben ist, so finde ich, ganz in Ordnung, warum nicht, aber wenn es um vegane Lebensweise geht, da klinke ich mich total aus! Erst gestern habe ich einen Beitrag in der Zeitung gelesen, in der stand, ein kleines Kind sei im Alter von 4 Jahren verstorben, auf Grund von Mangelerscheinungen, es wurde nur vegan ernährt! Da hört sich aber alles auf...ich will mich darüber nicht weiter auslassen!
    Liebe Grüße
    Alnis

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    1. Vegan zu leben, könnte ich mir für mich persönlich nicht vorstellen. Ich habe allerdings eine Bekannte, die das seit Jahren praktiziert. Sie gleicht Mangelerscheinungen mit entsprechenden Vitaminpräparaten aus. Hm...das würde ich jetzt wiederum nicht wollen und daher käme diese Ernährungsform für mich nicht in Frage.

      Lieben Gruß
      Sabine

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